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CD Rezension - Cadence 7-8-9/2010 Magazin

Pressespiegel

Cadence 7-8-9/2010 Magazine, Seiten 158-159.

David Dupont.

“Diese Aufnahme ist ein rundum gelungenes Tribut an das Mainstream Jazz Solo Piano. Wahrlich international - Claus ist Deutsch, Albanese Amerikanisch und Shirasaki Japanisch. Die Session feiert den Jazz der amerikanischen Mitte des Jahrhunderts. “Lennie’s Pennies” beginnt mit einem Chorus von “Pennies from Heaven” aufgeführt als old-time Stride bevor es zu Tristano übergeht. Ein aufregendes Territorium um es zu beleuchten, aber sie -Ayako Shirasaki- bekommt das Stück mit bewundernswerter Gelassenheit in den Griff, dabei an Stellen Tristano’s Solo Stil spielend, aber sich weit, weit weg von der Nachahmung bewegend. Die Performance ist ein überschwänglichen Ende einer Party für Klavier-Liebhaber.”

©Cadence Magazine 2010. www.cadencebuilding.com Fon: 001-315-287-2852

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CD Rezension - Los Angeles Jazz Scene 03.2010

Pressespiegel

Los Angeles Jazz Scene, Ausgabe 03.2010.

Scott Yanow.

“In dieser überdurchschnittlichen Veröffentlichung, verfügbar unter www.jazzsolopianofestival.com, gibt es viel, an dem man Gefallen finden kann. Alle drei Pianisten verdienen es, der Jazz-Welt gut bekannt zu sein und hoffentlich wird es viele weitere so lohnende Veröffentlichungen der Serie wie diese geben.”

Klicken Sie hier für die vollständige Rezension in englischer Sprache.

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CD Rezension - Concerto Magazin - Februar / März 2010

Pressespiegel

Concerto, Ausgabe Februar / März 2010, Seite 55

5 von 5 Punkten - hervorragend

Juri Giannini. “Live aufgenommen im Berliner Konzerthaus im Mai 2009, präsentiert diese CD Höhepunkte eines neu gegründeten Festivals. Mit jeweils drei Tracks sind die Pianisten Mathias Claus aus Deutschland, Bob Albanese aus Amerika und die japanische Pianistin Ayako Shirasaki vertreten: drei sehr interessante Exponenten des internationalen Jazz Piano, die im Mainstream des Modern Jazz einzuordnen sind. Die CD stellt sicherlich einen Grund dar, sich mit diesen Künstlern intensiver zu beschäftigen, denn mit lediglich drei Kompositionen bekommt man nur einen flüchtigen und episodischen Eindruck.

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CD Rezension - www.ejazznews.com

Pressespiegel

www.ejazznews.com, Montag, 15. Februar 2010 - 18:04 Uhr

Edward Blanco.

“Drei Meisterpianisten und drei außergewöhnliche Auftritte in einem eindrucksvollen musikalischen Package, Best of 1st International Jazz Solo Piano Festival 2009 ist eine Pflichtaufnahme für Jazzfreunde, die klassischen Jazz wertschätzen. Mathias Claus, Bob Albanese und Ayako Shirasaki verwandeln die Schönheit des Solo Pianos mit hervorragender Technik und unbestrittenem Talent in diese anmutige Musik, welche das erste Festival hervorgebracht hat.”

Klicken Sie hier für die vollständige Rezension in englischer Sprache.

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CD Rezension - Jazz-Quad - Februar 2010

Pressespiegel

Jazz-Quadrat (Russland und baltische Staaten), Ausgabe Februar 2010

Leonid Auskern. “Der New Yorker Jazz-Kenner Howard Mandel, Präsident der Jazz Journalists Association, der die Liner Notes zu diesem Album verfasste, dürfte zu den bekanntesten Projekt-Teilnehmern zählen. Die Pianisten Mathias Claus, Bob Albanese und Ayako Shirasaki nahmen am 1. International Jazz Solo Piano Festival teil, welches von der Agentur Jan Matthies Music Management im März 2009 in Deutschland organisiert wurde. Diese Künstler zählen zwar nicht zu der Spitzenklasse des Jazz-Piano, dies aber schmälert keineswegs weder deren Qualitäten, noch die Bedeutung des Projektes. Wäre das anders gewesen, hätte Mandel kaum Interesse an diesem Album gezeigt.

Das Festival besteht aus 3 Konzerten, die in Hamburg, München und Berlin zu erleben waren. Alle 3 Künstler spielten in jeder dieser Städte auf wünderschönen Steinway-Flügeln. Das Berliner Konzert vom 28. März war das Kernstück dieser CD, bei der jeder Künstler mit jeweils 3 Stücken vertreten ist. Ein solches “Mini-Set” gibt uns die Möglichkeit, über die künstlerische Leistung der Pianisten und deren Einzigartigkeit zu urteilen. Die Musiker aus 3 verschiedenen Ländern und 3 Kontinenten bekennen ihre Liebe zum Jazz, der in Amerika geschaffen wurde. Hinzu kommt, dass der deutsche Künstler Claus die berühmte Bostoner Berklee-Schule besucht hat und die Japanerin Shirasaki heutzutage in Amerika auftritt, wobei jeder Musiker über seine Einzigartigkeit verfügt.

Mathias Claus empfindet sich sowohl als Nachfolger der Jazz-Traditionen, als auch als Anhänger der europäischen klassischen Schule. Das wird besonders deutlich am Stück -Hymn For The Lost Souls-. Beim Amerikaner Bob Albanese besteht das Set aus dem Rogers-Hart Standard -Manhattan-, einer intellektuellen Etüde von Bill Evans -Time Remembered- und einer eigenen Komposition. Er zeigte sich als sehr leistungsstarkes Improvisationstalent mit reicher Phantasie. Die Pianistin Ayako Shirasaki, die in ihr Programm die Werke völlig verschiedenartiger Jazz-Giganten wie Dizzy Gillespie und Lennie Tristano aufgenommen hat, fand mit ihrer weiblichen Intuition den richtigen Zugang zu der Musik dieser Jazz-Genies. Das Album machte allgemein einen sehr angenehmen Eindruck und wir hoffen, dass wir bei kommenden Konzerten viele interessante Jazz-Interpreten kennenlernen werden.”

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Konzertbericht CD Release-Tour - Jazzthetik 12.2009

Pressespiegel

Jazzthetik, Ausgabe 12.2009, Seite 66

Nabil Atassi. “Improvisation, Interpretation oder Komposition? Diese Frage ergibt sich aus der Möglichkeit, die Jazzpianistin Ayako Shirasaki an zwei aufeinanderfolgenden Abenden in völlig unterschiedlichen Formationen erleben zu können. Die Voraussetzungen der beiden Hamburger Konzerte hätten kaum unterschiedlicher sein können: Am ersten Abend im Jazzclub, ebenerdig in Triobesetzung, am nächsten Abend solo, festlich auf der Bühne der barocken Hamburger Laeiszhalle.

Tag 1, das Trio im Jazzclub im Stellwerk Hamburg-Harburg. Nur für einen kurzen Augenblick erweckt der Auftritt der zierlichen Japanerin den Eindruck, dass es ein ruhiges Konzert werden würde. Sie beginnt das Programm mit zwei Standards, erhebt den Anspruch auf Groove. Ihre beiden Hamburger Sidemen, Philipp Steen (b) und Kai Bussenius (dr), zwei junge Wilde in Anzügen mit Turnschuhen, verhelfen ihr dazu. Die Pianistin hatte sich im Vorfeld ihrer Tournee durch Norddeutschland ganz bewusst für die beiden entschieden: »Ich habe mir die Profile der beiden im Internet angehört - und sie passten einfach am besten zu meinem Stil! « Eine gute Entscheidung. Während Ayako mit klarem Spiel, technisch brillant, mal leichtfüßig swingend, mal schwer, festlich und lyrisch narrativ mit sanftem Blick (nicht ohne eine gewisse Strenge) den Kurs vorgibt, gehen die beiden akzentuiert, zuweilen etwas holzig, aber schwungvoll ans Werk und verleihen dem Konzert einen gewissen jugendlichen, zuweilen auch angenehm rohen Charme. Shirasaki variiert zwischen Standards und Eigenkompositionen, lotst ihre mittlerweile richtig in Schwung gekommenen Mitmusiker grazil durch das Set bis hin zu »Airegin« von Sonny Rollins, dem musikalischen Höhepunkt des Abends (und Opener ihrer 2003 erschienen CD Existence). Jetzt hasten alle drei Musiker konzentriert durch das temporeiche Stück, ein Solo jagt das nächste - bis die drei im Finale ihrem Improvisationstrieb freien Lauf lassen und dabei wie ein echtes New Yorker Jazzpiano-Trio klingen. Fazit: Überraschend laut und überraschend wild!

Tag 2, Shirasaki solo im Studio E der Laeiszhalle. Im edlen Ambiente des Raums entsteht eine getragene, etwas angespannte konzertante Atmosphäre. Genau hier scheint Shirasaki in ihrem Element zu sein, betrachtet man ihr zufriedenes Lächeln bei der Auflösung der ersten Akkorde. Bereits beim Eröffnungsstück, einer Komposition von Billy Strayhorn, wird klar, dass der heutige Abend keine dynamische Replik des gestrigen sein würde. Virtuos und sehr konzentriert erzeugt Shirasaki einen gewaltigen Klangkörper, in dem sich Jazz und Elemente aus klassischem Solo-Pianospiel vereinen. Sie moduliert, akzentuiert, schafft es aber nicht recht, die Frische des vorigen Abends zu erreichen. »Solo spielen ist eine stoische Angelegenheit, man muss alles selbst machen. Es bedeutet Freiheit, aber auch viel Verantwortung«, meint die Pianistin. Vielleicht tritt Shirasaki heute deshalb mehr als Interpretin denn als Komponistin auf. Es reiht sich Standard an Standard, Shirasakis eigene Kompositionen finden fast keinen Raum. Im zweiten Set zeigt sie, dass Solo-Jazzpiano große Kunst sein kann und erzählt mit dem lyrischen »Falling Leaves« die gern gehörte Geschichte vom Herbstnachmittag in New York City. Sie beschließt das Konzert mit einem unglaublichen Medley aus gleich drei vom Publikum gewünschten Standards. Weltklasse.

An zwei Abenden in Hamburg konnte man zwei unterschiedliche Facetten einer sehr interessanten Pianistin erleben. Auf ihren weiteren Weg angesprochen, sieht sie sich mehr als Improvisateurin und Interpretin denn als Komponistin. Eine Sympathieträgerin ist sie allemal, die ihr Publikum trotz der musikalischen Unterschiede an beiden Abenden mit dem wohligen Gefühl in den Herbstabend entließ, soeben wirklich gute Musik gehört zu haben.”

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Festivalbericht - Jazzthetik 05.2009

2009, Pressespiegel

Jazzthetik, Ausgabe 05.2009, Seite 72

Tobias Richtsteig. Es gibt immer noch Überraschungen! Wer hätte gedacht, dass drei Jazz-Pianisten im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt aufeinandertreffen und noch dazu ein gar nicht mal kleines Publikum in den klassizistischen Schinkel-Bau locken würden?! Wohlgemerkt: Es geht ja nicht um Keith Jarrett, Oscar Peterson und Michel Petrucciani auf „Steinway“-Promotion-Tour, sondern um die etwas kleineren Namen Mathias Claus, Bob Albanese und Ayako Shirasaki. Die beiden Männer und die New Yorker Japanerin kamen unter dem Titel „1. International Jazz Solo Piano Festival“ zusammen, eine brandneue Veranstaltung also, immerhin mit Unterstützung durch Steinway, Karsten Jahnke, Dussmann und nicht zuletzt JAZZTHETIK. Das abschließende Konzert ihrer kleinen Deutschland-Tournee – zuvor hatten sie in Hamburg und München gastiert – feierten sie in Berlins historischer Mitte, unter Stuck und bewundernswerten Lüstern. Wo steht eigentlich geschrieben, dass Jazz nur in dunklen, verrauchten Clubs stattfinden kann? Gibt es da auch einen Paragrafen, der die Zusammensetzung des Publikums festschreibt? Das 1. IJSPF jedenfalls versuchte erst gar nicht, solchen althergebrachten Klischees zu entsprechen, sondern präsentierte selbstbewusst einen außergewöhnlichen Jazz-Konzert-Abend. Belohnt wurde dieser Mut von einem Publikum, das eher nicht den Weg in einen der einschlägigen Clubs gefunden hätte, aber offenbar umso interessierter daran war, was Klaviermusik im Bereich Jazz zu bieten hat.

Die drei Solo-Sets des Abends gaben da einige Antworten, auch wenn die hier vorgestellten Spielarten zwischen Stride-Piano und dem harmonischen Impressionismus der Bill-Evans-Schule dem Publikum nicht unbekannt gewesen sein dürften. Doch einmal drei Klavier-Improvisatoren unterschiedlichster Herkunft so konzentriert am gleichen Instrument miteinander vergleichen zu können, erwies sich als durchaus aufschlussreich.

Mathias Claus gehörte zu den ersten Absolventen des Hamburger Jazzstudienganges unter Dieter Glawischnig, studierte auch an der Berklee, nahm online transatlantisch vernetzte Alben auf und hat sich in den vergangenen Jahren als Solopianist etabliert, u.a. mit einem Gesprächskonzertprogramm, das die Stilgeschichte des swingenden Klaviers am lebenden Beispiel demonstriert. Der pädagogische Ansatz schien sich auch in seinem Berliner Auftritt breitzumachen. Aus einer frei ausgreifenden Improvisation landete Claus bald bei „Take Five“, trieb Cole Porters „Night And Day“ an die Grenze zum Boogie-Woogie und schlug gegen Ende sogar noch den Bogen zu Esbjörn Svensson, ohne sich jedoch mit dessen prägnanter Phrasierung messen zu können.

Jazz-Improvisatoren, so konnte man nach dieser rasanten Tour de Force glauben, werden von Melodien, Rhythmen und Stilzitaten heimgesucht wie Schamanen während einer Séance. Ihre Kunst besteht darin, all diese Einflüsterungen in Echtzeit auf den Flügel zu übertragen.

Auf diesen die Genregrenzen überschreitenden, vulgo „europäischen“ Ansatz antwortete der New Yorker Bob Albanese mit der Beschränkung auf die nordamerikanische Jazzpiano-Tradition, arbeitete die Songstrukturen bekannter Standards klar heraus, um dann fein perlende Linien mit langem Atem darüber solieren zu lassen. Im Jahr 2001 tourte Albanese mit seiner Band als musikalischer Botschafter der USA im frühreren Jugoslawien, und ein ähnliches Vorhaben schien er auch in Berlin zu verfolgen. Nicht ohne noch auf seine jüngste CD, One Way/Detour, hinzuweisen, die den bemerkenswerten Pianisten im Trio mit Stargast Ira Sullivan präsentiert. Doch auch der Vollprofi (Albanese war lange Jahre der Hauspianist im legendären Rainbow Room des Rockefeller Center, NYC) geriet schließlich in einen rhapsodischen Flow, der nur schwach konturiert die Geduld der Zuhörer vor der Pause beanspruchte.

Nach der Auszeit fügte Ayako Shirasaki dem schon begonnenen Bild vom Jazzpianisten eine dritte Facette zwischen überschäumender Improvisation und routiniertem Extemporieren hinzu. Die gebürtige Japanerin transkribierte schon in der 5. Klasse Bud-Powell-Soli, kolportiert ihre Biograife bei All About Jazz. In New York City war sie u.a. Schülerin bei Kenny Barron (dessen Platz am Klavier der Bob Mover Group kürzlich Bob Albanese übernahm); seither ist ein Dutzend Jahre vergangen, und neben den Werbeexemplaren des Jazzmagazins ihres Vertrauens lagen in der Pause auch ihre beiden Trio-CDs und das Solo-Album Home Alone zum Verkauf bereit. In CD-reifer Präzision präsentierte Ayako Shirasaki (den Namen kann man sich ruhig merken) Bill Evans‘ „Turn Out the Stars“, Bud Powells „Un Poco Loco“ und Gillespies „Con Alma“, dessen zarte Harmonik in ihrer Interpretation auch von Debussy hätte stammen können. Die Pianistin füllte den Konzertrahmen mit Jazz-Improvisationen auf höchstem Niveau, konnte sich aber nicht von ihren sorgsam vorbereiteten Interpretationen lösen und, wie ihr Vorgänger Albanese in seinen besten Momenten, zur authentischen Einheit von Musiker und Musik finden.

Angekündigt war, das 1. International Jazz Solo Piano Festival für eine CD-Veröffentlichung mitzuschneiden. Europa, Amerika und der Blick aus dem fernen Osten auf den Mainstream des Jazz – das dürfte eine interessante Box werden.

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